Existenzen in Gefahr: Die Wirtschaft strauchelt – mal wieder
Bürokratie, Krisen, Kriege, hohe Energie- und Kraftstoffkosten sowie politische Kurswechsel erhöhen den Druck auf kleine und mittlere Unternehmen erneut. Die deutsche Wirtschaft kommt seit Jahren nicht richtig in Schwung; geopolitische Konflikte mit Tragweite machen Angst und sorgen für eine angespannte Investitionslage. Neue und geänderte Gesetze und Verordnungen belasten das Unternehmerleben zudem. Beim Tanken zeigt sich der Druck im Alltag ganz konkret (DIHK) …
Was das in der Realität bedeutet, zeige ich, Susanne Braun-Speck aus Schleswig-Holstein, in meinem Buch ExistenzGefahr (.de)– im Fadenkreuz von Politik, Krisen und Bürokratie. Eine Unternehmerinnen-Biografie als Wirtschaftskrimi nach wahren Begebenheiten. Das Buch liefert kein Motivations-Gesäusel, sondern einen ungeschönten Blick auf das, was Unternehmer / Selbstständige tatsächlich zermürbt: fehlende Planbarkeit, ständig neue Regeln, wirtschaftliche Erschütterungen von außen und Behördenlogiken, die an der Praxis vorbeigehen.
Wenn Planung zur Illusion wird
Soloselbständigen und KMU leben nicht von Sonntagsreden, sondern von Verlässlichkeit: von Aufträgen, Liquidität, Personalplanung und Investitionen. Genau diese Grundlage wird seit Jahren brüchiger. Auf Corona folgten Energiekrise, Ukraine-Krieg, neue Unsicherheiten durch Konflikte im Nahen Osten, steigende Kosten und eine insgesamt schwache Konjunktur.
Viele Unternehmen investieren deshalb vorsichtiger, verschieben Einstellungen, stoppen Wachstum oder geben auf, bevor der Schaden vollständig sichtbar wird. (DIHK)
Ich beschreibe diese Entwicklung in meinem Buch nicht abstrakt, sondern entlang einer Unternehmerinnen-Biografie über fast drei Jahrzehnte: von den späten 1990er-Jahren über Finanz- und Wirtschaftskrisen, Debatten um Scheinselbstständigkeit und Regulierungsschübe bis in die Gegenwart, in der neue Kriege, Energiekosten und politische Unsicherheiten erneut auf die klein- und mittelständische Wirtschaft durchschlagen.
Der rote Faden dabei ist klar: Unternehmerische Realität kollidiert immer wieder mit politischer Logik. Kurzfristig wird Entlastung versprochen, langfristig wird nachgeschärft, umgedeutet oder bürokratisch verengt.
Corona-Soforthilfe: Hilfe, die Jahre später zur Belastung werden kann
Zentraler Konflikt des Buches ist die Rückforderung der Corona-Soforthilfe Jahre nach der Auszahlung. Ausgelöst durch eine behördliche E-Mail im Herbst 2025 beginnt meine eine Protagonistin (ich, im echten Leben) systematische Recherche und formuliere am Ende 21 Gründe, die diese Rückforderungspraxis grundsätzlich infrage stellen.
Im Kern geht es um eine simple, aber entscheidende Frage: Was galt politisch damals wirklich – und was wird heute im Nachhinein daraus gemacht? Die Soforthilfe wurde öffentlich als schnelle Existenzsicherung kommuniziert. In offiziellen Dokumenten steht: Existenzsicherung der Antragsteller:innen.
Bei Solo-Selbstständigen und vielen Kleinstbetrieben ist der Antragsteller jedoch keine abstrakte Firma, sondern ein Mensch, dessen berufliche und private Existenz eng miteinander verbunden sind. In der späteren Verwaltungspraxis wurde genau dieser Zusammenhang oft ausgeblendet, indem rückblickend auf rein betriebliche Kosten verengt wurde.
„Was das in der Realität bedeutet, zeige ich in meinem Buch EXISTENZGEFAHR.“
Für Betroffene ist das keine Spitzfindigkeit, sondern eine Frage von Vertrauensschutz, Planbarkeit und nackter Existenz.
Was Politik daraus lernen muss: Systemfehler gefährden Existenzen
Viele Debatten über Selbstständigkeit, kleine Unternehmen und wirtschaftliche Krisen drehen sich um Markt-Risiken: Auftragslage, Wettbewerb, Lieferketten, Energiepreise oder Fachkräftemangel. EXISTENZGEFAHR lenkt den Blick auf etwas, das deutlich seltener benannt wird: Systemfehler.
Gemeint sind strukturelle Brüche zwischen politischer Entscheidung, behördlicher Praxis und unternehmerischer Realität. Sie entstehen dort, wo Gesetze, Vorgaben, Prüfmechanismen und Auslegungen nicht zur Lebenswirklichkeit von Solo-Selbstständigen, kleinen Unternehmen und Inhaberfamilien passen.
Wenn Hilfen erst zugesagt und Jahre später anders bewertet werden, wenn Bürokratie zur Dauerbelastung wird, wenn ständig neue Regeln, Nachweispflichten und politische Kurswechsel jede Planbarkeit untergraben, dann geht es nicht um individuelles Versagen. Dann geht es um ein System, das Risiken nach unten weiterreicht.
Genau darin liegt die eigentliche Sprengkraft dieses Buches. Es zeigt, dass Existenzen nicht nur an Krisen, Kriegen, hohen Benzinpreisen oder schwacher Konjunktur zerbrechen können, sondern auch an politischen und administrativen Strukturen, die an der Praxis vorbeiarbeiten.
Angebot für Wirtschaft, Politik und Verbände
Begleitend zum Buch biete ich, die Autorin Susanne Braun-Speck, Lesungen, Impuls-Vorträge, Workshops und moderierte (DenkRadar-) Debattenformate an. Im Mittelpunkt stehen die Rechercheergebnisse und die Frage, wie KMU in einem Umfeld bestehen können, das immer weniger planbar wirkt: zwischen Krisen, Kostenanstiegen, Energie- und Benzinpreisen, wachsender Bürokratie und politischen Unsicherheiten.
Themen sind unter anderem:
- Krisen und unsichere Zeiten, schnell rein, langsam wieder raus?
- Stakeholder und ihr Einfluss
- Ganzheitlicher Blick? Der fehlt in politischen Debatten oft!
Kontaktdaten:
E-Mail: kontakt@sbraun-speck.de
Tel: 0172-4332277
Was ich alles erlebt habe, siehe:









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